In Nesselnbach im Kanton Aargau steht die grösste und modernste Biogasanlage der Schweiz der Recycling Energie AG. Ihre vier Fermenter vergären Lebensmittelabfälle je zu einem Drittel aus Gastronomie, Industrie und Detailhandel. Das Einzugsgebiet beträgt 50 Kilometer rund um die Anlage. Aus dem Biogas, das bei der Vergärung der Biomasse entsteht, produziert die Anlage für 5000 Haushalte der Region Ökostrom. Zusätzlich werden pro Stunde bis zu 400 m³ Biomethan in das Erdgasverteilnetz der Regionalwerke Baden eingespiesen. Diese Klimaschutzmassnahmen werden seit 2023 ergänzt durch eine weitere, innovative und klimafreundliche Technologie: einer CO2-Verflüssigungsanlage, betrieben durch die CO2 Energie AG und gefördert durch die Stiftung KliK.
Beim Besuch vor Ort erfahren wir, wie die von aussen eher unspektakulär wirkende Anlage funktioniert: In der CO2-Verflüssigungsanlage wird das während der Biogasaufbereitung entstehende "Abgas" aus CO2 und Methan wiederverwendet (Carbon Capture and Utilisation, CCU), anstelle es – wie früher üblich – in die Atmosphäre zu entlassen. Das abgeschiedene und durch Kühlung unter Druck verflüssigte und gefilterte CO2 wird an die Lebensmittelindustrie verkauft. Das Methan wird dem auf der Anlage produzierten Biogas zugeführt. Damit entsteht ein Kreislauf aus sämtlichen entlang der Wertschöpfung entstehenden (Abfall-)Stoffen. Insgesamt vermindert das Projekt nun deutlich mehr CO2-Emissionen, als der Betrieb verursacht. Der Klimanutzen der CCU-Anlage ist zweifach: Zum einen wird bisher in die Atmosphäre entweichendes Methan als Biogas genutzt; zum anderen wird mit dem abgeschiedenen flüssigen CO2 ein auf fossiler Basis hergestelltes Produkt substituiert.
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