"Diese Hallen hier sind normalerweise bis oben hin voll mit Kartoffeln", sagt Raphael Müller stolz. Er hat uns anlässlich unseres Besuchs auf seinem Huserhof soeben die schweren Türen zu seinen Lagerhallen geöffnet. Selbst jetzt, da die Fläche nicht komplett genutzt ist, wirken die meterhoch gestapelten Kisten mit Kartoffeln eindrücklich – ebenso wie seine Vollerntemaschine, die gleich davor steht und nun über den Winter ruht.

Raphael Müller ist der "Kartoffelmüller" in der Umgebung, so lauten auch der Titel seiner Webseite und der Name seines Instagram-Profils. Sein Angebot ist einzigartig in der Schweiz. Als Kartoffeldienstleister verfügt sein Lohnunternehmen über einen Fuhrpark, der diverse Anbaumethoden und Erntetechniken umfasst. Zusätzlich bietet Raphael Müller Transport-, Sortier- und Lagermöglichkeiten für seine Kunden. Er produziert konventionell, seine Denkweise ist modern und zukunftsgerichtet.

Bei Raphael Müller steht der Schutz von Boden und Umwelt ebenso im Zentrum wie eine marktfähige Produktion: "Wir wollen nachhaltig produzieren und unsere Böden schonen. Wir tragen eine grosse Verantwortung gegenüber künftigen Generationen und erreichen durch positive Langzeiteffekte unserer Arbeit eine gewisse Langfristigkeit".

Vorteile fürs Klima und die Produktion

Spricht man mit Raphael Müller, so wird rasch klar, dass das Sprichwort "Der dümmste Bauer hat die grössten Kartoffeln" mit Sicherheit nicht stimmen kann. Landwirte sind heute längst zu Unternehmern geworden, die ihre Betriebe mit viel Fachkenntnis führen, wollen sie im Markt bestehen. Ein zentraler Teil von Raphael Müllers Erfolgsrezept ist die Düngung seines wichtigsten Guts, der Kartoffelpflanzen. Seit Jahren schon setzt er nicht mehr auf gewöhnlichen Stickstoffdünger, sondern setzt das Produkt "NovaTec 26" ein – früher bekannt unter dem Namen "Entec 26"; einen Stickstoffdünger, der mit einem Nitrifikationshemmer versetzt ist. "Ich musste erst Vertrauen in das Produkt erhalten", so Müller, "aber ich habe gemerkt, dass ich mit diesem Dünger kontinuierlich eine gute Erntequalität erhalte und nicht nur in den ‘guten Jahren’. Diese Konstanz kommt auch bei den Abnehmern sehr gut an."

Im Video erläutert Raphael Müller die Vorteile dieses speziellen Düngers aus seiner Produzenten-Sicht. Sein Onkel Paul Leu, bei der Firma Omya seit 40 Jahren spezialisiert auf den Vertrieb von Düngemitteln, erklärt, wie NovaTec 26 funktioniert und warum er klimafreundlicher ist als herkömmlicher Dünger:

Kosten und Nutzen in einem klar positiven Verhältnis

Im Vergleich zu herkömmlichen Stickstoffdüngern ist NovaTec 26 auch mit Förderung noch etwas teurer. Was auf den ersten Blick eher nachteilig scheint, machen zahlreiche positive Nebeneffekte wie gesündere Böden dank weniger Fahrten, seine hohe Verfügbarkeit für die Pflanzen und seine Effizienz in Bezug auf den Arbeitsaufwand seitens Produzenten mehr als wett.

Raphael Müller ist überzeugter Nutzer und ein schönes Beispiel dafür, dass Klima- und Umweltschutz auch mit konventioneller Landwirtschaft, die auf hocheffiziente Produktion angewiesen ist, vereinbar sind. Dank des Förderprogramms Reduktion Lachgasemissionen aus Stickstoffdüngung von First Climate, das die Stiftung KliK finanziert, können Anbieter wie zum Beispiel die Firma Omya den optimierten Dünger zu einem sehr marktfähigen Preis verkaufen, und so profitieren am Ende alle Beteiligten im Kreislauf der Nahrungsproduktion.

Förderprogramm Reduktion Lachgasemissionen aus Stickstoffdüngung

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